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Season 01

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Season 01 I Episode 06

Martha Schultz

Episode 06mit Martha Schultz
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  • Martha Schultz

Rund ein Drittel der Unternehmen werden in Österreich von Frauen geleitet. Diese Zahl ist beachtlich, dennoch kennen wir wenige dieser Frauen unternehmerischen Führungspositionen. Eine von ihnen ist Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKO. Ganz klar ist: Diese Frau hat Einfluss, doch auch dieser will gelernt und vor allem auch hart erarbeitet sein, denn einer ihrer Leitmotive im Leben beschreibt dies treffend: Macht kommt von „Machen“.

Martha Schultz

Macht kommt von Machen!

Hineingeboren in eine Unternehmerinnenfamilie, bereits ihre Urgroßmutter hat gegründet war für sie schnell klar, dass sie diese Tradition von einflussreichen Frauen fortsetzen würde. Das liegt natürlich an ihren Vorbildern aber auch ganz klar an ihrem aktiven Unternehmerinnengeist, den es laut Schultz braucht.

Barrieren & Hürden

In einem Seilbahnunternehmen dominiert männlich, da gibt es reichlich wenig Frauen. Ein besonderes Erlebnis markiert eine der Hürden, die uns Frauen im täglichen Leben begegnet, eben die zahlenmäßige Übermacht von Männern in einem Raum oder Saal, so geschehen bei Schultz bei einer Seilbahntagung, bei der sie die einzig anwesende Frau war und bei der Begrüßung voller geladener Emotion aufstehen musste, um sich verbalen Raum zu verschaffen. „Sehr geehrte Herren“ war für Schultz natürlich nicht duldsam, so stand sie auf und fügte kraftvoll „und DAMEN“ hinzu. Ein Marker, den sie hier für sich und weitere Frauen setzte, die folgen würden.

Machen, sammeln, bündeln

Für Martha Schultz ist essenziell, dass sie mit Temperament proaktiv an Themen herangeht, die Ärmel aufkrempelt und den Austausch sucht. Macht heißt für sie immer auch, ihren Einfluss nützen – vor allem auch, um Veränderungen einzuleiten. Dabei ist ganz klar, dass sie sich den Einfluss hart erarbeitet hat.

Um für gleichberechtigte Chancen sorgen zu können und Hürden, die es nach wie vor gibt, ist es von großer Bedeutung, Macht auch für sich selbst positiv zu konnotieren. Machen, Kräfte sammeln und bündeln.

Martha Schultz

Ein Ausgleich

Am Abend nach Hause zu kommen, vielleicht noch ein Spaziergang im Wald, da tankt Martha Schultz auf. Das Gehen, die Bewegung an der frischen Luft nimmt die negativen Kräfte und lädt ihre Batterien wieder auf. Eine Zeit, in der sie gar nicht erreichbar ist? Wenn sie mit ihren Enkelkindern ist, als zweifache Oma genießt sie diese Zeit komplett arbeitsfrei.

Familie & Beruf

Ein wichtiger Punkt, der auf keiner Agenda fehlen sollte, ist für sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn auch hier sind, entgegen landläufiger Meinungen, noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Vor allem in Österreich herrscht nach wie vor ein verkrustetes Rollenbild, aus dem es gilt auszubrechen – was im Übrigen auch für Väter eine Verbesserung bedeuten würde. Wie man hier Veränderungen herbeiführen kann? Etwa in Familien, in denen Kinder oder / und Enkelkinder leben, als Rolemodel voranzugehen.

Rolemodels

Für Martha Schultz geht es sehr auch sehr stark um Rolemodels. Einst hat man ihr gesagt: „Jetzt kommt eine und meint, sie kann die ganze Welt bewegen, das wird ihr nicht gelingen!“ Nun ist sie Vizepräsidentin einer der wichtigsten Institutionen in Österreich und weist ganz pointiert auf Hürden hin, auf Unvereinbarkeiten aber auch auf die Veränderungsmöglichkeiten.

Martha Schultz

Ein Land ohne Frauen in Führungspositionen –

da kann es keine Wirtschaft geben!

Welche Faktoren sind für ihren Erfolg verantwortlich? Vielleicht ist ein großer Teil davon auch ihre positive Haltung, die für unternehmerisch schwierige Zeiten definitiv von Vorteil ist, vielleicht sind es aber auch die Zeiten, in denen sie sich bewusst erholt und Pausen gönnt von einem anstrengenden Alltag.

 

Wahrscheinlich ist es ein Mix aus diesen und vielen anderen Komponenten, die sie zu einer erfolgreichen Unternehmerin machen.

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